Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung Bodenseeland – UNITEDINNOVATIONS im Juli dieses Jahres auf der Insel Mainau trafen sich die Botschafter des Bodenseelands am 29. November 2005 zu einem ersten Erfahrungsaustausch auf der Halbinsel Mettnau bei Radolfzell.
Wurden auf der Mainau bereits 30 Botschafter ernannt, so ist das Netzwerk inzwischen auf 78 Persönlichkeiten angewachsen. Weit mehr als die Hälfte davon folgte der Einladung von BSM und Bodenseeland-Botschafter Klaus Gretzinger, Kurdirektor der Medizinischen Rehabilitationseinrichtungen der Stadt Radolfzell, der zunächst die Gäste begrüßte und kurz die Mettnau-Kur mit ihren vier Kliniken vorstellte.
Die Begrüßung seitens der BSM erfolgte durch Landrat Frank Hämmerle, der den “Exzellenzen“ für ihren Einsatz dankte, gefolgt von Kurzbeiträgen von Dr. Alfred Nagel, Geschäftsführer der BSM und seiner Assistentin, Cornelia Dettmer, zu Botschaft, Kommunikation und Etablierung der Dachmarke (zu diesen Punkten siehe ausführlich den Artikel vom 12.8.05 zum Forum Dachmarke, Navigationspunkt Presse).
Bodenseeland – UNITEDINNOVATIONS unter dieser Dachmarke fanden in den vergangenen Monaten durch Botschafter und BSM-Team zahlreiche Aktivitäten statt, beispielsweise die Präsentationen auf der Gewerbeflächen- und Immobilienmesse Expo Real in München, der Umwelttechnologiemesse Ecomondo in Rimini, beim Internationalen Bodensee Megathlon sowie beim Etappenrennen der Radprofis auf Deutschlandtour. In Thailand wehte die Flagge des Bodenseelands anlässlich des “German Technology Symposium“ in Bangkok.
Es entwickelte sich ein lebhafter Erfahrungsaustausch unter den Botschaftern. Diskutiert wurde auch das Anliegen, zusammen mit dem Tourismus unter einer gemeinsamen Dachmarke aufzutreten. Fazit dieser engagiert geführten Diskussion war es, dass sowohl das unterschiedliche Image als auch die verschiedenen Zielgruppen von Tourismus und Wirtschaft die momentane Dualität rechtfertige. Landrat Hämmerle betonte, dass diese jedoch nicht von Konkurrenz geprägt sei, sondern auf einem “gentlemen‘s agreement“ beruhe, auf das sich beide Organisationen verständigt hätten.
Mit Bodenseeland – UNITEDINNOVATIONS werden keine Einzelmarken verdrängt. Als Dach stellt es eine Ergänzung dar, jedes “ehrenwerte Produkt“ und jede “ehrenwerte Dienstleistung“ darf sich des Logos Bodenseeland – UNITEDINNOVATIONS bedienen, z.B. um mit „made im Bodenseeland“ zu werben oder das Logo zusammen mit dem eignen Unternehmenslogo auf den Firmenbriefbogen setzten.
Die Geschäftsführerin der Mainau GmbH, Gräfin Bettina Bernadotte af Wisborg, brachte es auf den Punkt: Entscheidend sind die Inhalte, die mit einer Marke transportiert werden. Sie selbst sei aus vollem Herzen Botschafterin des Bodenseelandes und wünsche sich ebenfalls, dass die Bodenseeregion verstärkt als Wirtschaftsraum wahrgenommen werde - auch das Unternehmen Mainau bedaure das eher einseitige touristische Image der Region.
Hinsichtlich des Botschafterkonzeptes, dem Herzstück der Markenkommunikation, kam Lob von allen Seiten. Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die für das Markenversprechen mit ihrem guten Namen und ihrem Unternehmen, bzw. ihrer Institution bürgen, stehen für Glaubwürdigkeit und Authentizität. Es sind Menschen aus der Region, die genau wissen, wovon sie sprechen, wenn es z.B. heißt “made im Bodenseeland“.
Die Bedeutung von Netzwerken brachte auch Botschafter Dr. Gerd Springe zum Ausdruck. Er unterstrich, gut funktionierende Netzwerke seien nicht einfach am Markt verfügbar, sie sind es, die heutzutage zu den bedeutesten Standortfaktoren zählen und zu Innovationen führen. Springe belegte dies eindrucksvoll am Beispiel von Singen aktiv Standortmarketing e.V. Vor dreieinhalb Jahren ins Leben gerufen, ist es dem Verein gelungen, unterschiedliche, sehr engagierte Interessensgruppen zusammen zu führen, die heute unter dem gemeinsamen Dach von “Singen aktiv“ auftreten: Einzelhandelsvertretungen, Handwerk, Industrie sowie das Netzwerk Existenzgründung. Erfolgskonzept von Singen aktiv ist die Abgrenzung der Aufgaben und die Organisation von Projekten nach dem Subsidiaritätsprinzip.
Seinen Ausklang fand das Botschaftertreffen bei einem vorzüglichen Dinnerbuffet im Strandcafé. Ganz nebenbei wurden auch Ideen zu künftigen Aktivitäten des Netzwerkes kreiert.
Genau um diese festzuhalten und um den eventuellen Bedarf weiterer Unterstützung zu erheben, erhielten die Botschafter einen Fragebogen, der neben der Materialbestellung zu Marketingzwecken um inhaltliche Überlegungen zur Netzwerkgestaltung bittet, um Ideen und Anregungen.
Die BSM freut sich darauf, die Botschafter des Bodenseelands auch weiterhin in dem gemeinsamen Ziel zu unterstützen, den Bekanntheitsgrad des Wirtschaftsraums Bodenseeland zu steigern, einem innovativen, hochattraktiven Wirtschaftsraum, den man gerne zum Standort wählt.